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23.07.2010 - Deutlich mehr ausländische Studienanfänger und Doktoranden an deutschen Hochschulen

Das Gesicht der deutschen Hochschulen wird internationaler: 2008 haben 70.000 ausländische Studierende ein Studium in Deutschland begonnen. Das sind zehn Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die meisten Studienanfängerinnen und -anfänger kommen aus China, auf den nächsten Plätzen folgen bei den Neueinschreibungen Studierende aus der Türkei, Frankreich, Polen, Russland und den USA.

Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie "Wissenschaft weltoffen", die der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in Zusammenarbeit mit der HIS Hochschul-Informations-System GmbH alljährlich herausgibt. Mit der Ausgabe 2010 werden zum zehnten Mal Fakten zur Internationalität von Studium und Forschung veröffentlicht.

Ein Schwerpunktkapitel ist in diesem Jahr den ausländischen Doktoranden gewidmet: 2009 haben sich 18.000 an deutschen Universitäten eingeschrieben - doppelt so viele wie im Jahr 2000. Damit kommt inzwischen jeder fünfte Doktorand aus dem Ausland. Für eine Promotion an deutschen Universitäten interessieren sich besonders Doktoranden aus asiatischen und osteuropäischen Ländern. An der Spitze stehen China und Indien, gefolgt von Russland und Polen. Die meisten ausländischen Doktoranden fühlen sich in Deutschland wohl und gut betreut. Sie haben sich für diesen Hochschulstandort entschieden, weil sie vom guten Ruf und der fachlichen Qualität der Wissenschaft hierzulande überzeugt sind. Seit 2005 beenden jedes Jahr rund 3.500 ihre Promotion erfolgreich in Deutschland und tragen damit zur Entwicklung des Wissenschaftsstandortes bei.

Aber auch die deutschen Studierenden sind sehr mobil. 2007 haben insgesamt 90.000 von ihnen an einer ausländischen Hochschule studiert, bevorzugt in den Nachbarländern Niederlande, Österreich, Großbritannien und Schweiz. Das entspricht einer Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Quelle: HIS Pressemitteilung, 15.07.2010

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