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Der Arbeitsmarkt für Akademiker/-innen

Auch wenn niemand verlässliche Prognosen über die späteren beruflichen Chancen und Risiken treffen kann, so sprechen die langfristigen Entwicklungen und Trends des Arbeitsmarktes für die Option Studium.

Wesentliche Gründe dafür sind der zunehmenden Bedarf an Akademisierung und der demografische Wandel.

Trend zur Höherqualifizierung

Bereits über viele Jahre hinweg lässt sich eine zunehmende Akademisierung der Erwerbstätigen beobachten. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Akademiker/-innen ist nach Daten der Bundesagentur für Arbeit in den vergangenen zehn Jahren um gut ein Viertel auf 3,7 Millionen Personen angestiegen. 2013 hatte jede(r) siebte Beschäftigte ein abgeschlossenes Hochschulstudium.

Der Trend zur Höherqualifizierung im Beschäftigungssystem wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Damit werden die Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt immer stärker vom Ausbildungsniveau abhängen.

Hintergrund für diese Entwicklung ist der strukturelle Wandel der Arbeitswelt:
Deutschland ist inzwischen, wie andere hoch entwickelte Wirtschaftsnationen auch, eine Informations- und Wissensgesellschaft. Das bedeutet, anspruchsvolle Dienstleistungstätigkeiten, etwa in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Organisation und Management, Beratung und Lehre, die überdurchschnittlich oft von Akademiker(inne)n ausgeübt werden, nehmen zu. Produktionsorientierte Tätigkeiten (z.B. herstellen, Maschinen warten, reparieren) und einfache Büroarbeiten gehen hingegen zurück. Somit ergeben sich aus der erwarteten Entwicklung gute Beschäftigungschancen v.a. für Hochschulabsolvent(inn)en.

Mit Studium gute Chancen am Arbeitsmarkt

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Hochschulabsolvent(inn)en gegenüber anderen Qualifikationsgruppen auf dem Arbeitsmarkt klar im Vorteil sind: Die Arbeitslosigkeit von Akademiker(inne)n liegt auf einem sehr niedrigen Niveau. Und die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Akademiker/-innen befindet sich in einem Aufwärtstrend. Die Entwicklung verläuft laut Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit deutlich positiver als für andere Beschäftigte.

Untersuchungen aus der Vergangenheit zeigen zudem, dass Personen mit Hochschulabschluss insgesamt einem deutlich geringeren Arbeitslosigkeitsrisiko unterliegen als andere Qualifikationsgruppen. Akademiker(inne)n bieten sich im Vergleich zu geringer Qualifizierten i.d.R. bessere Verdienstmöglichkeiten im späteren Berufsleben und mehr Chancen auf eine der Qualifikation adäquate Beschäftigung. Hochschulabsolvent(inn)en verfügen außerdem über weitere Optionen, wie z.B. eine Promotion oder eine sonstige Weiterqualifizierung für eine Karriere innerhalb oder außerhalb der Hochschule.

Auch das Alter der Personen mit Hochschulabschluss sowie die Studiendauer können für die Chancen am Arbeitsmarkt bedeutsam sein. Ein zügiges Studium erleichtert meistens den Berufseinstieg. In jedem Fall von Vorteil sind praktische Erfahrungen.

Fazit: Die Gruppe der Akademiker/-innen verfügt im Vergleich zu anderen Qualifikationsgruppen über Arbeitsmarktvorteile. Allerdings differieren die Beschäftigungschancen für Absolvent(inn)en verschiedener Fächer z.T. erheblich. Bei Fragen hierzu können Sie sich an die Berufsberatung Ihrer Agentur für Arbeit wenden.


Weitere Informationen

IAB Kurzberichte zum Download
www.iab.de

Der Arbeitsmarkt für Akademiker/-innen
Flyer und Broschüren der Bundesagentur für Arbeit zu einzelnen Berufsgruppen zum Download:
www.arbeitsagentur.de (Veröffentlichungen – Arbeitsmarkt für Akademiker).

Netzwerk Wege ins Studium
www.wege-ins-studium.de

Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt (ISA)
Das Informationssystem der Universität Duisburg-Essen bietet überschaubare datengestützte Informationen zu vielen Studiengängen und Arbeitsmarktperspektiven.
www.uni-essen.de/isa

Bundesbericht zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses
Der Bericht informiert über die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland
www.buwin.de

KISSWIN.de
Umfangreiche Informationen über eine wissenschaftliche Karriere bietet das Kommunikations- und Informationssystem "Wissenschaftlicher Nachwuchs"
www.kisswin.de