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Wesentliche Gründe dafür sind die zunehmende Akademisierung, der demografische Wandel sowie Qualifizierungstrends.
Bereits über viele Jahre hinweg lässt sich eine zunehmende Akademisierung der Erwerbstätigen beobachten. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Akademiker/innen ist nach Daten der Bundesagentur für Arbeit in den vergangenen zehn Jahren um 27 Prozent angestiegen, von 2,42 Millionen auf 3,07 Millionen. Damit hat heute jeder neunte Beschäftigte ein abgeschlossenes Hochschulstudium.
Der Trend zur Höherqualifizierung im Beschäftigungssystem wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Damit werden die Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt immer stärker vom Ausbildungsniveau abhängen.
Hintergrund für diese Entwicklung ist der strukturelle Wandel der Arbeitswelt. Deutschland ist inzwischen, wie andere hoch entwickelte Wirtschaftsnationen auch, eine Informations- und Wissensgesellschaft. Anspruchsvolle Dienstleistungstätigkeiten, etwa in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Organisation und Management, Beratung und Lehre, expandieren, wohingegen produktionsorientierte Tätigkeiten (Gewinnen/Herstellen, Maschinen Einrichten/Einstellen, Reparieren) und einfache Büroarbeiten zurückgehen. Da die erst genannten "sekundären Dienstleistungstätigkeiten" überdurchschnittlich oft von Akademikern/innen ausgeübt werden, ergeben sich aus der erwarteten Entwicklung v.a. für Hochschulabsolventen/-innen gute Beschäftigungschancen.
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Hochschulabsolventen/-innen gegenüber anderen Qualifikationsgruppen auf dem Arbeitsmarkt klar im Vorteil sind: Die Zahl der arbeitslosen Akademiker/innen ging 2011 zurück und befindet sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Akademiker/innen und die der gemeldeten Stellen ist gestiegen.
Untersuchungen aus der Vergangenheit zeigen zudem, dass Personen mit Hochschulabschluss insgesamt einem deutlich geringeren Arbeitslosigkeitsrisiko unterliegen als andere Qualifikationsgruppen. Akademiker/innen bieten sich im Vergleich zu geringer Qualifizierten i.d.R. bessere Verdienstmöglichkeiten im späteren Berufsleben und mehr Chancen auf eine der Qualifikation adäquate Beschäftigung. Hochschulabsolventen/-innen verfügen außerdem über weitere Optionen, wie z.B. eine Promotion oder eine sonstige Weiterqualifizierung für eine Karriere innerhalb oder außerhalb der Hochschule.
Auch das Alter der Personen mit Hochschulabschluss sowie die Studiendauer können für die Chancen am Arbeitsmarkt bedeutsam sein. Ein zügiges Studium erleichtert meistens den Berufseinstieg. In jedem Fall von Vorteil sind praktische Erfahrungen.
Fazit: Die Gruppe der Akademiker/innen verfügt im Vergleich zu anderen Qualifikationsgruppen über Arbeitsmarktvorteile. Allerdings differieren die Beschäftigungschancen für Absolventen/-innen verschiedener Fächer z.T. erheblich. Bei Fragen hierzu können Sie sich an die Berufsberatung Ihrer Agentur für Arbeit wenden.
IAB Kurzberichte zum Download
www.iab.de
Der Arbeitsmarkt für Akademiker
Flyer und Broschüren der Bundesagentur für Arbeit zu einzelnen Berufsgruppen zum Download:
www.arbeitsagentur.de (Veröffentlichungen – Arbeitsmarkt für Akademiker).
Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt (ISA)
Das Informationssystem der Universität Duisburg-Essen bietet überschaubare datengestützte Informationen zu vielen Studiengängen und Arbeitsmarktperspektiven.
www.uni-essen.de/isa
Netzwerk Wege ins Studium
www.wege-ins-studium.de
Bundesbericht zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses
Der Bericht informiert über die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland
www.buwin.de
KISSWIN.de
Umfangreiche Informationen über eine wissenschaftliche Karriere bietet das Kommunikations- und Informationssystem "Wissenschaftlicher Nachwuchs"
www.kisswin.de