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Einen Gesamtüberblick über alle Ausbildungsberufe und Berufsfachschulausbildungen gibt die Broschüre "BERUF AKTUELL", herausgegeben von der Bundesagentur für Arbeit. Das Buch ist kostenlos bei den Beratungs- und Vermittlungsdiensten sowie im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agenturen für Arbeit erhältlich.
Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit berät in allen Fragen der Berufswahl, informiert über das regionale und überregionale Ausbildungsangebot und vermittelt Ausbildungsstellen. Auch Förderung der betrieblichen Ausbildung bei Bedürftigkeit und Unterbringung außerhalb des Haushaltes der Eltern ist durch Berufsausbildungsbeihilfen möglich.
Für Menschen mit Behinderung, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung besonderer Hilfen bedürfen, die ein Ausbildungsbetrieb nicht leisten kann, gibt es besondere Ausbildungseinrichtungen und Förderungsmöglichkeiten; Auskünfte erteilt die Berufsberatung in den Agenturen für Arbeit.
Darüber hinaus kann in den Berufsinformationszentren der Agenturen für Arbeit ein vielfältiges Angebot zu den Berufen und Bildungsgängen genutzt werden.
Ihren Berufsfindungsprozess können Sie optimieren, wenn Sie einige der folgenden Ratschläge beachten:
Bürger/innen der EU (Europäische Union) oder des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) haben das Recht, in einem EU-/EWR-Land ihrer Wahl zu leben, zu studieren oder zu arbeiten. Die sogenannte "Freizügigkeit" garantiert, dass die europäischen Bürger in jedem EU- bzw. EWR-Land den dort lebenden Einheimischen gleichgestellt sind und Zugang haben zur Beschäftigung. Für die zehn neuen EU-Mitgliedstaaten gilt dieses Recht vorübergehend mit Einschränkungen.
Wer eine berufliche Erstausbildung komplett im Ausland absolvieren will, benötigt exakte Informationen über das jeweilige Ausbildungssystem und die Ausbildungswege, über den Stellenwert und das Niveau dieser Ausbildung sowie über die Anerkennung dieser Ausbildung in Deutschland. Falls Sie Fragen zum Thema Berufsausbildung in Europa haben, können Sie sich an die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit wenden (Info-Center 0228/713 13 13).
Über Programme von deutschen und internationalen Organisationen zur praxisorientierten Auslandsqualifizierung für junge Fach- und Führungskräfte aus Deutschland berät außerdem die im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingerichtete Informations- und Beratungsstelle IBS (www3.giz.de/ibs, Serviceline: 0228/4460-1123), deren Aktivitäten seit 2011 zentral durch die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) koordiniert werden
Ausbildungsabschnitte im Ausland sind dann i.d.R. ein gleichwertiger Teil einer anerkannten Berufsausbildung im dualen System. Vorausgesetzt, der Ausbildungsbetrieb unterstützt dies, kann jeder einen Teil der Ausbildungszeit in einem ausländischen Betrieb verbringen.
Wen es ins europäische Ausland zieht, der sollte sich auch nach dem "europass" erkundigen, der die – im Rahmen einer Ausbildung – im Ausland erworbenen Qualifikationen bescheinigt (www.europass-info.de). Er ist ein Nachweis dafür, dass man sich fit gemacht hat für die berufliche Zukunft in Europa.
Informationen zu Ausbildung, Studium und Tätigkeit im Ausland erhalten Sie bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit (neben der Zentrale in Bonn gibt es derzeit 12 regionale Zentren, Anschriften siehe Abschnitt Informationsquellen) und in den Agenturen für Arbeit.
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Infos zu den staatlich anerkannten Ausbildungsberufen finden Sie in der Rubrik "Berufe".
www.bibb.de
BERUFENET
Die Datenbank für Ausbildungs- und Tätigkeitsbeschreibungen ermöglicht einen einfachen und schnellen Zugriff auf umfassende und aktuelle Informationen zu über 3.100 Berufen in Deutschland.
www.berufenet.arbeitsagentur.de